Joachim Eichner - Stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP Odenwald
Eines der Hauptthemen ist für uns die extreme Schieflage der Gemeindefinanzen, die durch jahrelange Misswirtschaft SPD geführter Bürgermeister und der absoluten Mehrheit eben jener Partei mit zu verantworten ist. Ein Beispiel für das Finanzgebaren in unserer Gemeinde ist das allseits beliebte Freibad (inklusive der dabei anfallenden Personalkosten). Hier zeigt sich: Man kann den Haushalt einer kleinen Gemeinde wie Fränkisch-Crumbach auch mit einem Schwimmbad an die Wand fahren. Das Schwimmbad hat für uns und unsere Kinder sicherlich einen hohen Freizeit-Wert, ist aber alleine für eine Gemeinde mit 3500 Einwohnern auf Dauer nicht finanzierbar. Die Liberalen, in Person von Werner Katzenmeier hatten bereits vor dem Bau des Schwimmbads gewarnt und auf die Betriebs- und spätere Folgekosten aufmerksam gemacht. Keine der anderen Parteien wollte sich aber beim Wahlvolk unbeliebt machen, was auch bei der Renovierung wieder zu Tage kam, die CDU war mit im Boot. Außerdem wurden eklatante handwerkliche Fehler der Arbeit des Verwaltungschefs, seiner Verwaltung und auch der Gemeindevertretung als Kontrollorgan deutlich, so dass der Umbau zu der Kostenfalle schlechthin für die Gemeinde wurde. Jetzt ist der Karren im Dreck und wir wollen dabei helfen ihn wieder heraus zu ziehen. Daher unterstützen wir die Gründung eines Vereins nach dem Vorbild aus Michelstadt/Vielbrunn um dem Schwimmbad und der Gemeinde eine Existenzgrundlage zu geben, denn nur wenn wir Bürger uns für das Schwimmbad einsetzen, hat es auf Dauer eine Chance weiter zu bestehen.
Auch die Personalpolitik der Gemeinde ist undurchschaubar, ein echter perspektivischer Stellenplan fehlt schon seit Jahren. Wir sehen in der Kooperation der drei Gersprenztalgemeinden ein „großes Potential“ zu einer sinnvollen Zusammenarbeit, das ernsthaft ausgelotet werden muss. Echte Einsparungen wären seit Jahren schon möglich gewesen. Lange Zeit waren drei Genossen Bürgermeister im Gersprenztal, doch auch hier war man nur sich selbst am nächsten. Statt Personal einzusparen, wurde mehr nach der eigenen Klientel geschaut, um Mehrheiten zu sichern oder vielleicht unangenehme Personalentscheidungen zu vermeiden. Eine vorausschauende und kosteneffiziente Personalplanung stellen wir uns anders vor.
Aber bitte: wenn wir schon von qualifiziertem Personal sprechen: machen Sie sich doch einmal selbst ein Bild von ihren Vertretern und bilden Sie sich ein Urteil über die Personen, die Sie gewählt haben (oder auch nicht). Gehen Sie in eine Gemeindevertretersitzung und sehen Sie gelebte Demokratie! Einen Genossen werden Sie wohl niemals antreffen, er weilt schon die ganze Wahlperiode im Ausland. Einen anderen trifft man zwar immer an, aber keiner hatte Ihn vor fünf Jahren gewählt!
Eine ehrliche Wahl und dessen Umsetzung sehen in unseren Augen anders aus!
Das Projekt eines gemeinsamen Gewerbegebietes mit Brensbach muss wieder vorangetrieben werden. Fränkisch-Crumbach ist zwar von seiner Intention her eine Wohngemeinde, doch Arbeitsplätze im Handwerk und im Kleingewerbe vor Ort müssen intensiver angeworben und danach weiter unterstützt werden. Auch hier hat unser Bürgermeister ein klägliches Bild abgegeben, einen kompetenten Ansprechpartner für Unternehmen vor Ort stellen wir uns anders vor.
Das sind nur wenige Themen, die uns als Bürger und als Liberale beschäftigen. Sie sehen, es gibt viel zu tun in unserer Gemeinde. Unterstützen Sie uns und/oder werden Sie selbst aktiv. Nur wenn wir Crumbacher Bürger unsere Probleme aktiv angehen, wird es auch eine Zukunft für unsere Gemeinde geben. Passivität spielt immer den falschen in die Hände, egal ob am rechten oder linken Rand der Politik, und denen wollen Sie ganz bestimmt nicht das Feld überlassen.
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